Willkommen auf meinem Blog über den Roman Lila, Lila von Martin Suter.
Ich hoffe, es gefällt euch. Und wenn nicht - auch egal.

Freitag, 28. November 2014

Recherche

Ich möchte mehr über den Autor Martin Suter erfahren und mir die Beweggründe für seine Schreibmotivation überlegen.
Genauer gesagt lese ich die Fakten über ihn und denke mir dann das blaue vom Himmel, warum er genau diese Geschichte zu Papier gebracht hat. Wahrscheinlich lässt sich aus den Informationen, die man so findet, nichts ergründen. Aber ich werde sehen.
Martin Suter ist ein Schweizer Schriftsteller und wurde am 29. Februar 1948 in Zürich geboren. Schon hier kann man den ersten Hinweis auf ein aussergewöhnliches Leben erkennen. 
Der 29. Februar ist ein sogenannter Schalttag und somit wurde ihm vielleicht schon etwas Grosses in die Wiege gelegt...
Na gut, sehr weit hergeholt. 
Er machte eine Ausbildung zum Werbetexter, erreichte einige Ziele in seiner Karierre und gründete seine eigene Werbeagentur "Stalder & Suter". Nebenbei hat er immer für Zeitschriften wie zum Beispiel "Geo" geschrieben und zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen verfasst. 
Seit 1991 arbeitet Martin Suter als Autor. Er begnügte sich von 1992 - 2004 mit einer Wöchentlichen Kolumne, welche er für die Zeitschrift Weltwoche schrieb. Bis jetzt kann ich noch nicht einen wirklichen Beweggrund für das Schreiben von "Lila, Lila" finden. Seine Karriere bewerte ich eher als Durchschnittlich, bis ihm dann 1997 der eigentliche Durchbruch mit dem Roman "Small World" gelang. 
Er gewann etliche Literaturpreise und 6 "Stücke" von ihm wurden sogar verfilmt. 
Martin Suter lebt momentan mit seiner Frau Nay Suter und seiner Tochter abwechselnd auf Ibiza und Guatemala. 2009 traf die Familie ein Schicksalsschlag, denn sein Adoptivsohn kam bei einem Unfall ums Leben.
Nun geht es mir darum, für mich herauszufinden, warum er den Roman "Lila, Lila" 2004 geschrieben hat und vielleicht auch, warum dieser so erfolgreich wurde. 
Als erster Gedanke schiesst mir durch den Kopf, dass er vielleicht eine ähnliche Geschichte in seinem Leben erlebt haben könnte. Die meisten Geschichten haben irgendeinen Zusammenhang mit dem Leben des Autors, sei es bewusst oder unbewusst. 
Vielleicht hat er sogar aus der Sicht eines solchen Davids die Geschichte geschrieben. Den wirklichen Fund eines geheimnisvollen Drehbuches aber halte ich für eine Erfindung. 
Jedoch ist es für David fast Liebe auf den ersten Blick, als er Marie das erste Mal begegnet. Das ist bestimmt jedem schon einmal passiert. Man sieht eine Person, welche einem sehr anspricht, und sie geht einem nicht mehr aus dem Kopf. 
David kopiert das Drehbuch und gibt es Marie, um sie zu beeindrucken. Das heisst, er spielt ihr was vor. Hat das Martin Suter auch schon gemacht, um eine Frau auf sich aufmerksam zu machen? 
Es kann natürlich auch sein, dass Martin Suter diese Geschichte indirekt miterlebt hat. Vielleicht durch einen Freund oder einen Bekannten, aber vielleicht ist die Geschichte auch totale Fiktion, in der Wünsche und Bedürfnisse versteckt sind.
Wünschte sich Martin Suter insgeheim eine solche Geschichte? 
Leider weiss ich nichts über die Beziehung und das Kennenlernen von ihm und seiner Frau, denn daraus könnte man vielleicht auch etwas schliessen. Vielleicht hat Martin Suter in "Lila, Lila" die Möglichkeit gefunden, etwas Geschehenes zu verarbeiten.

Aber schlussendlich denke ich einfach, dass er durch irgendein Erlebnis oder eine Begegnung inspiriert wurde. Ich glaube nicht, dass da was Grosses dahinter steckt oder ein wirkliches, wahres Schicksal. Denn nicht jede Geschichte ist wahr. Man denkt sich Geschichten zur Unterhaltung oder Belehrung aus.

Deshalb nennt man sie auch "Geschichte". 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Suter

Freitag, 7. November 2014

Leseprozess: Es langsam angehen

Es ist Donnerstagabend, ich bin hundemüde und total ausgelaugt. Jedoch habe ich mir diese Woche einen Blogeintrag vor Freitag als Ziel gesetzt.  Ich habe bis jetzt knapp 20 Seiten des Buches gelesen. Anfangs wird von David erzählt. Es steht nirgends, aber ich vermute, dass er ein Schriftsteller ist, oder es wenigstens probiert. Er arbeitet nebenbei auch in einer Bar und er hat ein Faible für antike Möbelstücke. Was ich total verständlich finde, denn diese Dinger haben wirklich Charme. Okay, manchmal sind sie auch etwas "grossmütterlich". Er verliebte sich wie so oft schon in ein Möbelstück, nämlich ein Nachttischchen, dessen Schubladen aber leider klemmen. Was für ein dramatischer Anfang einer Geschichte... 

Später wird über Maries Leben berichtet und erzählt, dass sie jetzt das mit 16 abgebrochene Gymnasium nachholt. Sie hält sich mit gelegentlichen Jobs über Wasser und wohnt bei ihrer Mutter. 


Habe nicht lange durchgehalten und das Weiterlesen auf Heute verschoben. Ich hatte zu lange nichts mehr gelesen und wusste gar nicht mehr, wie die ganze Geschichte angefangen hatte. 
Also sitze ich jetzt hier im Computerraum der Schule, da ich keine Lust hatte, meinen alten Laptop mitzuschleppen, weil er gefühlte 20 Kilo wiegt. 
Es ist 10:47 und wir habe nur wenig Zeit, uns jetzt mit dem Buch auseinanderzusetzen oder uns ein wenig "hineinzufühlen". 
Vorher habe ich eine Freilektion genutzt, um bis zum Kapitel 5 zu lesen. Es wird Maries verzweifelte "in die Länge gezogene Affäre" beschrieben und wie sie versucht, sie zu beenden. Was für ein Zufall, Marie geht genau in die Bar, in der David arbeitet. Sie sticht ihm sofort ins Auge und er sucht ihre Nähe. Ich hoffe nur, dass dies nicht so eine typische Liebesgeschichte wird, mit dem typischen Anfang, der typischen einen hoffnungslosen Partei und mit dem typischen Happy End. 
Bis jetzt überzeugt mich das Buch noch nicht, es ist zwar spannend und detailliert beschrieben, aber wie gesagt ist es einfach so typisch, wie jeder Hans Meier-Müller von nebenan ein Buch schreiben würde. 
Ich bin bei Kapitel 5, man sollte meinen, das sei weit. Doch es ist nicht einmal ein Bruchteil des Buches. 
Meine Motivation muss ich ab jetzt wohl immer wieder erzwingen.

Freitag, 31. Oktober 2014

Vorüberlegungen: Aller Anfang ist schwer

Im Deutschunterricht steuern wir ein neues Projekt an. Ein Leseprojekt, welch Freude. Wir bekamen vier verschiedene Bücher zur Auswahl, aus denen wir eines auswählen mussten. Ich kannte keines der Bücher, nur von einem habe ich schon einmal gehört. Da ich zu faul war, mich über die einzelnen Bücher zu informieren, habe ich nach dem optischen ausgewählt. Am meisten angesprochen hat mich das Buch Lila, Lila. Der Einband ist sehr schlicht gehalten. Man sieht ein Portrait einer schönen Frau, meiner Meinung nach etwas abstrakt gemalt. Das gefällt mir. Meine Familie hat das Buch schon gelesen, deshalb vertraute ich  wie so oft auf mein Bauchgefühl.

Buchumschlag von Lila, Lila
Der Auftrag konkret ist, einen Blog über das ausgewählte Buch zu erstellen. Somit sollen wir unsere Erfahrungen mit dem Buch teilen, irgendwie fast so wie ein Tagebuch. Ein Lesetagebuch eben. Wir haben bestimmte Vorgaben, was alles im Blog sein muss. Ich bin eigentlich eine leidenschaftliche Leserin (momentan eher phasenweise), das wurde mir in die Wiege gelegt. Ich wuchs mit vielen Büchern und Musik auf, was mich sehr geprägt hat. Jedoch betrachte ich aus Erfahrung solche Leseaktionen der Schule als langweilig und keinesfalls als Vergnügen. Im Gegenteil. Die meisten Bücher, die wir bis jetzt in der Schule gelesen haben waren nichtssagend. Die Aufträge, die wir dazu hätten erledigen sollen, hatten unglaublich motivierende und aussagekräftige Namen wie "Textanalyse", "Vergrösserung des eigenen Wortschatzes", etc. Von "etwas lernen" oder "Spass haben" ganz zu schweigen, war nie etwas zu bemerken bei mir. Doch ich werde mich jetzt motivieren für das Buch, vielleicht hätte ich es ja sowieso irgendwann mal in meiner Freizeit gelesen.

Das Buch wurde von Martin Suter geschrieben und wurde 2009 auch verfilmt. Warum habe ich dieses Buch ausgewählt? Der Titel spricht mich an, da er nichts über das Buch verrät. Man muss sich mit dem Klappentext auseinandersetzen, um zu wissen um was es geht. Doch auch der verrät nicht sehr viel, also lässt man sich auf ein Leseabenteuer ein und lässt sich überraschen. Laut Klappentext handelt der Roman von einer Liebesgeschichte zwischen David und Marie. Auch ein von David gefundenes Manuskript soll eine grosse Rolle spielen. Die Kritiken beschreiben eine packende Geschichte voller Verluste und Dramen.

Ich habe viel Gutes aber auch Schlechtes gehört über das Buch und freue mich jetzt, mit dem Lesen anzufangen.

Eine wirkliche Taktik wie ich vorgehen soll, habe ich nicht. Habe ich ja sonst auch nie. Ich werde das Buch Stück für Stück lesen und versuchen, das Gelesene in diesem Blog aus meiner Sicht wiederzugeben. Ich werde mich nicht an der Anzahl der vorgegebenen Zeichen orientieren, da ich Qualität generell vor Quantität stelle. Was bei mir beim Lesen eigentlich sogar wichtiger ist, als das Buch selbst, ist die Musik. Mit der Musik versetzt man sich in die Welt des Buches und fängt an, sich selber Bilder über das Gelesene zu machen. Also gebe ich mich jetzt ganz meiner aktuellen Playlist hin. 

Bildquelle: Google